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Artikel // Windows 10 Creators Update

Windows 10 Creators Update

Microsoft stellt mit dem Creators Update das größte Windows-Update aller Zeiten bereit. PC-Service Salomon zeigt, wie Sie es stressfrei vorbereiten, installieren und nutzen.

Am 11. April hat Microsoft das Windows 10 Creators Update für fast über 400 Millionen Windows-Nutzer freigegeben - immerhin das bisher größte ausgespielte Update. Unsere Erfahrungen bisher: Obwohl Microsoft unter dem Strich einen guten Job macht und viele Nutzer problemlos aktualisieren konnten, steckt bei einigen Windows-Nutzern der Update-Teufel wiedermal im Detail. Wir zeigen, wie Sie das Creators Update ohne Probleme selbst einspielen und es danach sicher nutzen können.

Creators Update vorbereiten
Der wichtigste Tipp gilt für alle großen Updates von Windows 10: Stürzen Sie sich nicht waghalsig in dieses Vorhaben, sondern durchlaufen Sie erst diese Schritte zur Vorbereitung. Theoretisch ist das Einspielen des Creators Update kinderleicht, wenn dabei aber Probleme auftreten, stehen Sie im Extremfall vor einem nicht mehr benutzbaren System. Gedulden Sie sich also noch einen Moment und bringen Sie Ihr bestehendes System erst einmal in Schuss.

1. Bestehendes Windows prüfen
Das Creators Update sollten Sie nur in Angriff nehmen, wenn Ihr aktuelles Windows keine größeren Probleme hat - Sie treten ja auch nicht zu einem Sportwettkampf an, wenn Sie mit der Grippe im Bett liegen. Im Falle von Bluescreens oder anderen Windows Schwierigkeiten gilt: Lösen Sie zunächst größere Probleme und nehmen Sie erst danach das Creators Update in Angriff. Sie können dazu ganz einfach ein Systemcheck anstoßen, der in einer Minute die Fitness Ihres Systems anzeigt. Starten Sie den Ausführen-Dialog mit dem Shortcut [Windows] + [R]. Tippen Sie danach den Befehl »perfmon /report« ein, den Rest erledigt Windows selbst. Als Ergebnis bekommen Sie angezeigt, wo Ihr Betriebssystem Probleme hat. Sehen Sie sich den Report an und bringen Sie die Treiber über den Gerätemanager auf den aktuellsten Stand. Sehen Sie in der Software-Verwaltung die Installierten Programme durch. Trennen Sie sich am besten gleich von denjenigen Tools, die Sie ohnehin nicht mehr nutzen, der Rest sollte mit den letzten Updates versorgt werden. Viele Nutzer starten Windows nur noch sehr selten neu, jetzt ist ein guter Zeitpunkt für einen Reboot.

2. Platz schaffen für das Creators Update
Die Downloads des Creators Update liegen je nach Version zwischen 3,1 und 4,1 GByte. Doch das war es noch lange nicht mit dem Platzbedarf. Das Aufspielen des Creators Update läuft wie eine Neuinstallation. Zuerst verschiebt der Installer das bestehende Windows, dann installiert er das Upgrade und danach werden die zuvor gesicherten Daten zurückgespielt. Der Platzbedarf ist damit so hoch wie bei einer Neuinstallation von Windows 10. Für die 32-Bit-Version werden 16 GByte freier Platz benötigt, für die 64-Bit-Version fordert Microsoft mindestens 20 GByte freien Speicherplatz. Diese Mengen müssen Sie mindestens freischaufeln, sei es über die Datenträgerbereinigung von Windows oder über ein Zusatz-Tool wie CCleaner. Reicht das Löschen von temporären Dateien nicht aus, müssen Sie anderweitig Daten loswerden. Längst vergessene Dateien sammeln sich mit Vorliebe im Download-Ordner sowie in den Musik-, Foto-, und Videosammlungen an.

3. Backup machen
Ist Ihr Windows wieder gut in Schuss und haben Sie genug Platz für das Creators Update freigemacht, machen Sie Backups. Ja, Sie haben richtig gelesen, mehrere Datensicherungen sind empfehlenswert. Schließen Sie einmal ein komplettes Image von Ihrem System, das Sie im Fehlerfall sofort zurückspielen können. Programme wie das kostenlose Macrium Reflect Free erledigen das. In der Kaufversion kann Macrium Reflect auch noch Datei-Backups machen, Sie können dafür aber auch zu einer Freeware wie Personal Backup greifen. Die Idee: Das erste Backup sichert Ihr System, das zweite Ihre wichtigen Nutzdaten.

4. Treiber vorbereiten
Die meisten Problemfälle beim Einspielen großer Windows-Updates drehen sich um fehlerhafte Treiber. Das kann kleine Problemchen verursachen, wie fehlende Details bei Saundeinstellungen, oder aber ihr System komplett lahmlegen, etwa über einen kaputten Netzwerkkarten-Treiber oder Unverträglichkeiten von Grafikkarten-Treibern. Was Sie mindestens tun sollten? Einen zweiten Computer griffbereit haben, über den Sie bei Problemen, Treiber und Tools nachladen können.

5. Virenscanner und System-Tools entfernen
Windows kommt sich beim Update gerne mit System-Tools ins Gehege. Das können Virenscanner von Drittanbietern sein, Tuning-Tools, Verschlüsselungs-Werkzeuge und eben alles, was sich tief in Windows eingräbt. Müssen Sie diese Werkzeuge zwingend alle entfernen? Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann ja. Pflichtübung ist aber auf jeden Fall das Entfernen von Festplatten-Verschlüsselungen. Auch bei anderen Spezialvarianten wie Dual-Boot-Systemen von Windows mit Linux können Sie davon ausgehen, dass das Creators Update ihre Konfiguration nicht übernehmen wird. Zu den Exoten zählen auch ausgelagerte Benutzerordner. Die sollten vor dem Upgrade wieder auf Laufwerk »C:« kopiert werden.

Alles geschafft?
Wenn Sie alles Selbst hinbekommen haben, dann können Sie mit sich zufrieden sein. Sollten Sie jedoch nicht wissen, wie Sie das alles anstellen wollen, dann steht Ihnen PC-Service Salomon gerne zur verfügung, und Installiert für Sie das Creators Update. Bringen Sie einfach Ihr Gerät mit in meine Werkstatt, und ich kümmer mich Schnellstmöglich darum.

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